Die Top 10 der Thailändischen Aromen und Gewürze

Die Gewürz- und Aromapalette Thailands ist so facettenreich wie seine Natur. Wir zeigen euch die 10 Must-haves der Thailändischen Küche und deren Verwendung:

  • Austernsauce
  • Basilikum (Thai-Basilikum)
  • Thai Chilis
  • Currypaste
  • Fischsauce
  • Galgant-Wurzel
  • Koriander
  • Kaffir-Limette
  • Sojasauce
  • Zitronengras

Austernsauce oder auch Oystersauce wird in der thailändischen Küche neben der klassischen Fischsauce zum salzigen Abschmecken verwendet. Salz in der uns bekannten Form kommt in Thailand in der Regel nicht zum Einsatz.

Thai-Basilikum ist nicht gleich Thai-Basilikum! Man unterscheidet dreierlei Arten, die unterschiedlich in der Thaiküche verwendet werden: Horapa (der bei uns gängigste Thai-Basilikum) ist auch dem uns bekannten Basilikum geschmacklich sehr ähnlich und ist am süßen Aroma und den dunkelgrünen Blättern zu erkennen. Er wird meist roh kurz vor Fertigstellung zu den Gerichten gegeben und nicht gekocht. Ein herrliches Gewürz in Fruchtsalaten oder als Topping auf Saucen und Suppen. Krapao- Basilikum erkennt man an seinen roten Blättern. Er entwickelt ein Aroma von Nelken oder Piment, welches sich bei schwacher Hitze entwickelt.

Daher sollte man ihn maximal 2-3 Minuten im Wok bei schwacher Hitze mitdünsten. Vielfach wird er deshalb zu klassischen Wok- und Fleischgerichten verwendet.

Maenglak oder auch Zitronenbasilikum sieht mehr dem Horapa-Basilikum ähnlich, zeigt jedoch etwas haarige Blätter. Prägnant ist die Zitronennote, die er verströmt. Zerkaut schmeckt er jedoch pfefferscharf mit Citrusnote. Daher wird auch dieser Basilikum meist roh verwendet, vor allem für Fischgerichte, Suppen, Zitronengrasgerichte oder auch Getränke.

Ein wesentlicher Bestandteil in der thailändischen Küche! Am einfachsten ist wohl die Form des Chilipowder, also Chili in
gemahlener Form. Alternativ werden in Thailand sehr viel lange getrocknete Chilischoten verwendet, die dem Pulver geschmacklich in nichts nachstehen.

Wer es noch schärfer mag, sollte natürlich frische Chilis verwenden. Am meisten Schärfe besitzen die kleinen, grünen Chilis. Vor dem Kochen unbedingt die Kerne entfernen!

Currypasten werden aus frischen Kräutern und Gewürzen gewonnen und sind wesentlicher Bestandteil der Thailändischen Currys. Rote Currypaste wird traditionell für die meisten Gerichte verwendet, grüne Currypaste ist nur etwas für eingefleischte Chiliesser, da diese sehr scharf ist. Bei beiden Pasten gilt jedoch: Vorsicht bei der Dosierung!

Die Fischsauce ist ein Grundgewürz in der thailändischen Küche und wird wie unser Salz verwendet. Sie wird auch fermentiertem Fisch hergestellt und hat eine braune Farbe. Beim Einkauf sollte man sich von der Gewinnung nicht abschrecken lassen- diese Sauce schmeckt wirklich mehr salzig und nicht nach Fisch!

Dieses Gewürz, auch Thai-Ingwer genannt, ist wie der Name sagt dem Ingwer äußerlich sehr ähnlich, schmeckt jedoch pfeffriger und auch etwas sauer-scharf. Die Galgantwurzel ist wesentlicher Bestandteil von Gewürzpasten oder Suppen.

Aufgrund ihrer magenfreundlichen Wirkung wird sie oft mit Zitronensaft bei Magenverstimmung getrunken.

Um sein scharf-bitteres und zitronenähnliches Aroma zu entfalten sollte man die Blätter des Korianders ungekocht über das fertige Essen geben und nur die Stängel und Wurzeln mitkochen. Diese könne auch problemlos eingefroren werden, sollte man nur die Blätter z.B. für einen Salat, benötigen. Koriander ist ein Muss für Currypasten und kommt bei Suppen, Avocadogerichten und Salaten zum Einsatz.

Die Kaffir-Limette wird meist zerteilt in Suppen oder Hauptspeisen mit Fisch und Fleisch mitgekocht, aber nicht verzehrt. Genutzt wird auch die Schale, die mit ihrem ätherischen Zitronenaroma wunderbar zu Salaten, Suppen und Fischgerichten passt. Am meisten sind die Kaffir-Limettenblätter verbreitet, die für die selbe Verwendung lediglich mitgekocht, jedoch nicht verzehrt werden. Beim Einkauf sollte man möglichst darauf achten frische Blätter zu bekommen und diese bei Bedarf einzufrieren. Getrocknete Blätter besitzen meist nur wenig Aroma.

Die chinesische Sojasauce unterscheidet sich in dunkler und heller Sojasauce, wobei die heller ein milderes Aroma besitzt. Die japanische Sojasauce wird zusätzlich zu den drei Grundzutaten Soja, Wasser und Salz noch mit Weizen hergestellt. Sie erhält dadurch eine vollmundigere sherryähnliche Note. Sie kann etwas großzügiger dosiert werden als die chinesische, da sie einen milderen Geschmack aufweist.

Wohl vielen bekannt aus der thailändischen Kokosmilchsuppe Tom Khaa Gai, wird das Zitronengras auch für Currys oder Desserts verwendet. Vor dem Mitkochen sollte man die Stängel halbieren und mit dem Messerrücken andrücken, um mehr Aroma zu erhalten. Vor dem Servieren wird auch das Zitronengras wieder entfernt oder auch wie in Thailand üblich einfach auf dem Teller zurückgelassen. Auch für Zitronengras gilt: Lieber frisch einkaufen und bei Bedarf einfrieren.